Energieeffizienz und Hygiene müssen bei der Trinkwasserbereitung zusammenspielen und nicht gegeneinander!
Dieses zukunftsweisende Fazit haben die Projektpartner*innen in den beiden jeweils vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Projekten „WoSta 4.0“ und „Trans2NT-TWW“ nach rund fünf Jahren Projektlaufzeit bei ihrem gemeinsamen projektübergreifenden Abschlussworkshop am 07. und 08. Oktober 2026 am Fraunhofer IEE in Kassel gezogen.
Im Mittelpunkt des zweitägigen Abschlussworkshops stand die Frage „Wie können Trinkwarmwassersysteme in Gebäuden künftig energieeffizient, hygienisch sicher und intelligent betrieben werden?“
Vorgestellt und diskutiert wurden Ergebnisse zur hygienisch sicheren Absenkung von Trinkwarmwassertemperaturen sowie zu smarten digital vernetzten Wohnungsstationen für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in Mehrfamilienhäusern.
Gemeinsam mit Projektpartner*innen aus Forschung, Industrie und Praxis wurden Erkenntnisse aus Simulationen, Laboruntersuchungen und Feldtests erörtert sowie Perspektiven für die Implementierung in der Praxis entwickelt. Dabei wurde deutlich, welches Potential innovative Konzepte mit Durchflußtrinkwassererwärmern für die Wärmewende und den stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien (bspw. Wärmepumpensystemen) im Gebäudesektor bieten.
Insbesondere in sanierten Gebäuden und Neubauten gewinnt die Trinkwarmwassererwärmung an Bedeutung. Die Optimierung der Systemarchitektur und des Betriebs ist daher entscheidend, um Effizienzpotentiale auszuschöpfen und den Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung zu erhöhen.
Die Projektpartner*innen waren sich einig: Trinkwarmwassersysteme müssen bei jeder Gebäudesanierung mitberücksichtigt werden!
Welche Meilensteine sind noch zu bewältigen?
Noch in diesem Jahr werden Handlungsempfehlungen aus dem Projekt Trans2NT-TWW in einem praxisnahen Leitfaden im Open Source Format zur Verfügung gestellt.
Ab Frühjahr 2027 werden dann die vollständigen Projektergebnisse aus Trans2NT-TWW und WoSta4.0 in jeweils einem eigenen Abschlussbericht auf der Webpage der Technischen Informationsbibliothek (TIB) mit korrespondierendem Digital Object Identifier (DOI) verfügbar sein.
Das ISFH dankt allen Projektpartner Projektpartner*innen für die hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren und freut sich auf weitere zukünftige Kooperationen!
