Erweiterung der Forschungsinfrastruktur für Wärmepumpen und Solarmodule

Auf dem ISFH-Gelände entsteht ein Forschungsneubau mit rund 1.300 m² Laborfläche. Neue Labore und Technika ermöglichen die Entwicklung und Prüfung leistungsstarker Wärmepumpensysteme sowie die Herstellung und Vermessung von PV-Modulen im Prototypenmaßstab.

duration
05.12.2025 – 31.12.2028
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Gefördert wird der Neubau durch  "Europa für Niedersachsen, Kofinanziert von der Europäischen Union".

Wir erweitern unsere Forschungsinfrastruktur. Auf dem ISFH-Gelände entsteht ein Forschungsneubau mit rund 1.300 m² Laborfläche. Der Neubau schafft neue Labor- und Technikumsflächen für die Forschung an effizienten Wärmepumpensystemen sowie Herstellungsverfahren und Vermessung von innovativen, individuellen und nachhaltigen Photovoltaik-Produkten.

Ziel ist es, die Entwicklung und Prüfung von Wärmepumpen und Wärmepumpensystemen in größeren Leistungsklassen sowie die Herstellung und Vermessung neuartiger PV-Module im Prototypenmaßstab zu ermöglichen. Damit stärkt das ISFH seine Kapazitäten in zwei zentralen Bereichen der Energiewende und schafft die räumlichen Voraussetzungen für laufende und geplante Forschungsprojekte mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft.

Warum ist das wichtig?

Der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger hat auch Einfluss auf die Gebäudeenergieversorgung. Das Energiesystem der Zukunft wird viel stärker als heute auf erneuerbarem Strom basieren. Wärmepumpen machen diesen Strom für die Gebäudeenergieversorgung nutzbar. Da erneuerbarer Strom aus der Fläche gewonnen wird, kommt der Erschließung bislang ungenutzter Flächen für die Energiegewinnung eine besondere Rolle zu. In die Gebäudehülle integrierbare Solarmodule bieten die Chance, erneuerbare Energie dort zu gewinnen, wo sie für die Gebäudeversorgung gebraucht wird. Die Forschung und Entwicklung für technische Innovationen bei Wärmepumpensystemen und Solarmodulen ist daher eine wichtige Komponente einer kosteneffizienten Energiewende.

Der Ausbau der Forschungsinfrastruktur ermöglicht die Weiterentwicklung von Wärmepumpen und Photovoltaikmodulen als Schlüsseltechnologien der Energiewende. Die bestehenden Laborflächen am ISFH werden durch den Ausbau erweitert. Es entstehen rund 1300 m² zusätzliche Laborflächen. Damit können Prüfstände für höhere Leistungsklassen, Klimakammern, Sonnensimulatoren und Produktionsanlagen im Prototypenmaßstab betrieben werden. Diese Infrastruktur ermöglicht Entwicklungsarbeit unter definierten Bedingungen sowie den Prototypenbau für die Umsetzung von Pilot- und Demonstrationsprojekten.

Das Bauprojekt stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des ISFH in der nationalen und europäischen Forschungslandschaft. Gleichzeitig schafft es die Grundlage für Kooperationen mit der Industrie, für die Entwicklung recyclingfähiger und ressourcenschonender Produkte sowie für die Einwerbung weiterer Forschungsprojekte in Niedersachsen.

Forschungsschwerpunkte, die durch den Neubau gestärkt werden

Effiziente Wärmepumpen

Das ISFH erforscht Wärmepumpen und Wärmepumpensysteme für Gebäude, Quartiere und industrielle Anwendungen. Im Fokus stehen natürliche Kältemittel, hohe Systemwirkungsgrade sowie neue Integrationskonzepte wie solar unterstützte Wärmepumpen, Plusenergiefassaden und Low-Ex-Nachbarschaftsnetze. Neue Prüfstände und Klimakammern ermöglichen Labor- und Systemtests bis in große Leistungsklassen sowie Messungen unter praxisnahen Betriebsbedingungen.

Nachhaltige Photovoltaikmodule

Im Schwerpunkt nachhaltige Photovoltaik entwickelt das ISFH PV-Module für Gebäudehüllen und Sonderanwendungen. Die Forschung konzentriert sich auf materialarme Modulkonzepte, hohe Zuverlässigkeit und Recyclingfähigkeit. Dazu zählen Glas-Glas-Module, Tandemtechnologien mit Wirkungsgraden über 30 %, silberfreie Kontaktierung sowie neue Prüf- und Messverfahren für großformatige Module und gebäudeintegrierte Photovoltaik.

Vorteile des Neubaus:

  • Genügend Fläche für das Herstellen und Prüfen von Fassadenelementen mit gebäudeintegrierter PV oder PVT. Dies ist nur mit Proben in Originalgröße sinnvoll und daher raumgreifend.
  • Büroplätze für die Mitarbeiter*innen.
  • Laborraum für neue Teststände und Experimente, die sowohl die Basis für neue Forschungsaktivitäten bilden als auch eine Antwort auf die starke Nachfrage der Industrie nach akkreditierten sowie entwicklungsbegleitenden Prüfungen liefern.
  • Zusätzliche Prüfstände, Klimakammern und Schallmessungen für Wärmepumpen und Wärmepumpensysteme.
  • Neue Sonnensimulatoren, Klimakammern und Anlagen zur Material- und Qualitätsprüfung ermöglichen die Entwicklung zuverlässiger, recyclingfähiger und materialarmer PV-Module bis in den Prototypenmaßstab.
  • Der Neubau ersetzt ein nicht mehr nutzbares Bestandsgebäude und stärkt die Forschungs- und Kooperationsfähigkeit des ISFH in zentralen Technologiefeldern der Energiewende.

Wir bedanken uns für die Förderung bei

Logo Europa für Niedersachsen; Kofinanziert von der Europäischen Union
Europa für Niedersachsen. Kofinanziert von der Europäischen Union.