Teilvorhaben: Tandemintegration von koverdampften Perowskit-Solarzellen auf texturierten POLO-PERC Bottomsolarzellen
Das Projekt P3T hat zum Ziel, hocheffiziente, großflächige Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen als drop-in upgrade für existierende Produktionslinien auf der Basis der etablierten PERC-Silizium-Solarzell-Technologie zu entwickeln und in Demonstrator-Module zu integrieren. Das ISFH ersetzt in P3T den Vorderseiten-Kontakt einer PERC-Zelle durch ein passivierendes Kontaktschema (polycrystalline silicon on oxide, POLO), das die Basis für die interne Serienverschaltung bildet. Der Prozessfluss zur Solarzellenherstellung wird dabei bewusst nah an existierenden PERC-Technologien angelehnt, so dass eine Industrialisierung von Tandemsolarzellen als drop-in upgrade möglich wird. Die POLO-basierte Serienverschaltung gewährleistet, dass die Rekombination der Ladungsträger aus der Silizium-Zelle an der Grenzfläche zur Top-Solarzelle stark reduziert ist. Für eine gute optische Einkopplung in die Bottom-Solarzelle und um nah an der industriellen PERC-Solarzelle zu verbleiben, ist die Tandem-Solarzelle texturiert. Deshalb entwickelt das ISFH einen Koverdampfungsprozess für die Abscheidung der Perowskit-Top-Solarzelle, der eine konforme und skalierbare Abscheidung ermöglicht. Hierzu werden Materialsysteme für Absorber, Elektronen- bzw. Lochleiter ausgewählt, die von den Projektpartnern in nasschemischen Verfahren qualifiziert worden sind. Ein weiteres Thema des ISFH-Teilprojektes ist die Weiterentwicklung der Charakterisierungsmethoden für Tandem-Solarzellen mit dem Ziel, Verlustmechanismen identifizieren zu können. Im Zuge dessen soll eine industrienahe Charakterisierungsanlage evaluiert und weiterentwickelt werden.
Ansprechpartner
Prof. Dr. Robby Peibst
Gruppenleiter Solarzellen der nächsten Generation
Verbundpartner
Institut für Physik und Astronomie – Physik weicher Materie




Förderung
